Anleitung

ProtonVPN unter Windows einrichten – in 5 Minuten startklar

5 Min. Lesezeit · Aktualisiert Juni 2026 · für Windows 10 & 11

ProtonVPN auf deinem Windows-PC einzurichten ist kinderleicht. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du die App installierst, dich anmeldest und dich mit einem sicheren Server verbindest.

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Schritt 1: Proton-Konto erstellen

Bevor du ProtonVPN nutzen kannst, brauchst du ein kostenloses Proton-Konto. Rufe dazu die offizielle ProtonVPN-Website auf und klicke auf „Registrieren“. Wähle einen Tarif – für den Anfang reicht der kostenlose Free-Tarif völlig aus.

Tipp: Für Streaming und maximale Geschwindigkeit empfehlen wir den Plus-Tarif. Du kannst aber jederzeit kostenlos starten und später upgraden.

Schritt 2: ProtonVPN-App herunterladen

Nach der Registrierung lädst du die ProtonVPN-App für Windows herunter. Achte darauf, die App immer von der offiziellen Proton-Website oder aus dem Microsoft Store zu beziehen, um Schadsoftware zu vermeiden.

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ProtonVPN herunterladen

Schritt 3: Installieren & anmelden

Starte die heruntergeladene Datei und folge dem Installationsassistenten. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Anschließend öffnest du die App und meldest dich mit deiner Proton-E-Mail-Adresse und deinem Passwort an.

  1. Doppelklick auf die Installationsdatei (.exe)
  2. Den Anweisungen folgen und Installation bestätigen
  3. App öffnen und mit deinen Zugangsdaten anmelden

Schritt 4: Mit einem Server verbinden

Jetzt kommt der einfachste Teil: Klicke in der App auf die große Schaltfläche „Quick Connect“. ProtonVPN wählt automatisch den schnellsten verfügbaren Server für dich aus. Sobald die Verbindung steht, ist dein gesamter Internetverkehr verschlüsselt.

Möchtest du dich mit einem bestimmten Land verbinden – etwa für Streaming –, wählst du das Land einfach aus der Serverliste aus.

Wichtige Einstellungen & Tipps

  • Kill Switch aktivieren: Verhindert, dass Daten unverschlüsselt übertragen werden, falls die VPN-Verbindung abbricht.
  • Auto-Connect: Lass ProtonVPN sich automatisch beim Windows-Start verbinden.
  • NetShield einschalten: Blockiert Werbung, Tracker und Malware (Plus-Tarif).
  • Protokoll: Im Zweifel das Standardprotokoll (Smart) verwenden – es wählt automatisch das beste aus.
Sicherheitshinweis: Aktiviere den Kill Switch unbedingt, wenn du sensible Daten überträgst oder öffentliches WLAN nutzt.

Netzwerktechnik im Hintergrund: DNS, IPv6 und Routing unter Windows

Wer verstehen möchte, was ProtonVPN unter Windows technisch leistet, lohnt sich ein Blick auf die Netzwerkebene. Die App greift beim Verbindungsaufbau tief in die Windows-Netzwerkkonfiguration ein – und das aus gutem Grund.

DNS-Leak-Schutz unter Windows

Ein häufig unterschätztes Risiko beim VPN-Einsatz ist der sogenannte DNS-Leak: Selbst wenn dein eigentlicher Traffic über den VPN-Tunnel läuft, könnten DNS-Anfragen – also die Abfragen, welche IP-Adresse hinter einem Domainnamen steckt – weiterhin über deinen Router oder den DNS-Server deines Internetanbieters laufen. Das würde deinem ISP verraten, welche Websites du besuchst, obwohl die Inhalte selbst verschlüsselt sind.

ProtonVPN löst dieses Problem, indem es beim Verbindungsaufbau den systemweiten DNS-Resolver auf den eigenen VPN-DNS-Server umstellt. Du kannst das selbst überprüfen: Öffne die Eingabeaufforderung (Win + R, dann cmd) und gib ipconfig /all ein. Solange ProtonVPN verbunden ist, zeigt der Eintrag für den virtuellen TUN-Adapter als DNS-Server 10.2.0.1 – das ist der ProtonVPN-eigene Resolver. Ohne VPN steht dort die Adresse deines Routers oder des ISP-DNS.

Test: Rufe während aktiver VPN-Verbindung die Seite dnsleaktest.com auf. Als DNS-Server sollte ausschließlich ein ProtonVPN-Server erscheinen – kein Server deines Internetanbieters.

IPv6-Leak-Schutz

Windows bevorzugt IPv6 gegenüber IPv4, wenn beides verfügbar ist. Viele ältere VPN-Lösungen tunneln jedoch nur IPv4-Traffic – das bedeutet, deine globale IPv6-Adresse bleibt sichtbar, während der IPv4-Traffic durch den Tunnel läuft. ProtonVPN deaktiviert oder tunnelt IPv6 vollständig. Das geschieht über die Adapter-Einstellungen des virtuellen TUN-Interfaces: IPv6 wird dort entweder deaktiviert oder auf eine interne VPN-Adresse umgestellt, sodass kein IPv6-Traffic deinen echten Anschluss verraten kann.

Routing-Tabelle: Wie ProtonVPN deinen Traffic lenkt

Beim Verbindungsaufbau fügt ProtonVPN der Windows-Routing-Tabelle zwei wichtige Einträge hinzu:

  • Spezifische Route zum VPN-Server: Eine Route für die IP-Adresse des VPN-Servers selbst wird über dein physisches Netzwerkinterface (z. B. WLAN oder LAN) geleitet. Würde diese Route fehlen, würde der Tunnel-Traffic selbst wieder in den Tunnel geleitet – eine Schleife, die die Verbindung sofort unterbricht.
  • Standard-Route 0.0.0.0/0 via VPN-Interface: Alle anderen Verbindungen werden durch das virtuelle ProtonVPN-Interface geleitet, das unter Windows als „ProtonVPN" im Gerätemanager erscheint.

MTU und WireGuard-Overhead

WireGuard – das von ProtonVPN standardmäßig verwendete Protokoll – kapselt jeden Datenrahmen in ein UDP-Paket. Dabei entsteht ein Overhead von rund 80 Byte (IP-Header, UDP-Header, WireGuard-Header und Nonce). Bei einer Standard-MTU von 1500 Byte am physischen Interface ergibt sich eine effektive MTU von etwa 1420 Byte im Tunnel. ProtonVPN setzt die MTU des virtuellen Interfaces automatisch, um Pakete-Fragmentierung zu vermeiden. Bei DSL-Anschlüssen mit PPPoE (MTU 1492) regelt Path-MTU-Discovery (PMTUD) den Wert entsprechend nach – in der Regel ohne manuellen Eingriff.

Häufige Fragen

Ja, die App ist kostenlos und im Free-Tarif ohne Datenlimit nutzbar. Für Streaming und mehr Serverstandorte brauchst du den Plus-Tarif.

Dank VPN Accelerator sind die Geschwindigkeitseinbußen minimal. Wähle einen Server in deiner Nähe für die beste Leistung.

Ja, in den Einstellungen kannst du Auto-Connect und Autostart aktivieren, sodass du immer geschützt bist.

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