Anleitung

ProtonVPN auf Android & Samsung einrichten

5 Min. Lesezeit · Aktualisiert Juni 2026 · für Android-Handys & Samsung Galaxy

Egal ob Samsung Galaxy, Google Pixel oder ein anderes Android-Smartphone – ProtonVPN ist in wenigen Minuten eingerichtet. Wir zeigen dir die Installation aus dem Play Store und die wichtigsten Android-Einstellungen wie „Always-on VPN“.

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Schritt 1: ProtonVPN aus dem Play Store installieren

Öffne den Google Play Store und suche nach „ProtonVPN“. Tippe auf „Installieren“. Auf Samsung-Geräten findest du die App ebenfalls im Play Store (alternativ im Galaxy Store). Achte auf den Anbieter „Proton AG“.

Schritt 2: Anmelden oder registrieren

Öffne die App und melde dich mit deinem Proton-Konto an. Noch kein Konto? Du kannst dich direkt in der App kostenlos registrieren und später jederzeit upgraden.

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Schritt 3: VPN-Verbindung erlauben

Beim ersten Verbinden zeigt Android den Hinweis „Verbindungsanforderung – ProtonVPN möchte eine VPN-Verbindung einrichten“. Tippe auf „OK“. Diese Bestätigung ist normal und nur einmal nötig. Danach erscheint das VPN-Schlüsselsymbol in der Statusleiste.

Schritt 4: Mit einem Server verbinden

Tippe auf „Quick Connect“ – ProtonVPN wählt den schnellsten Server automatisch. Für ein bestimmtes Land tippst du es einfach in der Länderliste an. Fertig: Dein Datenverkehr ist jetzt verschlüsselt.

Always-on VPN aktivieren (auch bei Samsung)

Mit „Always-on VPN“ ist dein Gerät immer geschützt – die Verbindung wird automatisch aufgebaut. So aktivierst du es in den Android-Systemeinstellungen:

Standard-Android (z. B. Pixel):

  1. Einstellungen öffnen
  2. „Netzwerk & Internet“ → „VPN“
  3. Bei ProtonVPN auf das Zahnrad tippen
  4. „Immer aktives VPN“ und optional „Verbindungen ohne VPN blockieren“ einschalten

Samsung Galaxy (One UI):

  1. Einstellungen öffnen
  2. „Verbindungen“ → „Weitere Verbindungseinstellungen“ → „VPN“
  3. Neben ProtonVPN auf das Zahnrad/die drei Punkte tippen
  4. „Immer aktives VPN“ aktivieren
Tipp: Aktiviere zusätzlich „Verbindungen ohne VPN blockieren“ (eine Art Kill Switch auf Systemebene), damit nie unverschlüsselte Daten nach außen gehen.

Weitere nützliche Einstellungen

  • Auto-Connect: ProtonVPN verbindet automatisch beim Start.
  • Split-Tunneling: Lege fest, welche Apps das VPN nutzen sollen und welche nicht.
  • NetShield: Blockiert Werbung, Tracker und Malware (Plus-Tarif).
  • Protokoll „Smart”: Wählt automatisch die beste und stabilste Verbindung.

Netzwerktechnik: So funktioniert ProtonVPN auf Android im Detail

Android bietet VPN-Anwendungen eine eigene Systemschnittstelle – die VpnService-API. ProtonVPN nutzt diese API, um einen vollständigen VPN-Tunnel auf Betriebssystemebene zu errichten. Was dabei im Hintergrund passiert, lohnt sich zu verstehen.

Split Tunneling über die VpnService-API

Split Tunneling ist unter Android eine Routing-Entscheidung auf Betriebssystemebene. Statt einer globalen Default-Route durch den Tunnel werden nur ausgewählte Apps oder IP-Ranges über den VPN-Tunnel geleitet. ProtonVPN implementiert das auf Android über die VpnService-API mit gezielten addRoute()-Calls: Für jede App, die den Tunnel nutzen soll, wird eine entsprechende Route gesetzt; ausgeschlossene Apps bleiben auf der normalen Routing-Tabelle. Das ist besonders praktisch für Banking-Apps, die VPN-Traffic ablehnen, oder für lokale Streaming-Dienste, die eine inländische IP erwarten.

DNS-Leak-Schutz auf Android

Auch auf Android besteht die Gefahr von DNS-Leaks: Sendet dein Gerät DNS-Anfragen über den normalen Netzwerkpfad statt durch den Tunnel, kann dein Internetanbieter mitlesen, welche Domains du aufrufst. ProtonVPN verhindert das, indem es beim Verbindungsaufbau über die VpnService-API einen eigenen DNS-Server (10.2.0.1) setzt und alle DNS-Anfragen durch den Tunnel leitet. Du kannst das auf dnsleaktest.com überprüfen: Als DNS-Resolver sollte nur ein ProtonVPN-Server erscheinen.

Tipp für Samsung-Nutzer: Aktiviere zusätzlich „Immer aktives VPN” und „Verbindungen ohne VPN blockieren” in den Android-Systemeinstellungen. Das ist ein systemseitiger Kill Switch, der auch DNS-Leaks bei einem kurzen VPN-Abbruch verhindert.

IPv6-Absicherung auf Android

Android nutzt IPv6, wenn der Mobilfunkbetreiber oder das WLAN es bereitstellt. Viele ältere VPN-Lösungen tunneln jedoch nur IPv4 – deine globale IPv6-Adresse bleibt dabei sichtbar. ProtonVPN tunnelt oder deaktiviert IPv6 vollständig über die Network Extension API, sodass Websites und Dienste ausschließlich die VPN-IP sehen und nicht deine echte IPv6-Adresse des Mobilfunknetzes.

WireGuard und MTU auf Android

ProtonVPN verwendet auf Android standardmäßig WireGuard. Das Protokoll kapselt Datenrahmen in UDP-Pakete und erzeugt dabei einen Overhead von rund 80 Byte. Bei einer typischen MTU von 1500 Byte im Mobilfunknetz oder WLAN ergibt sich eine effektive Tunnel-MTU von etwa 1420 Byte. ProtonVPN setzt diesen Wert automatisch, um Paketfragmentierung und die damit verbundene Latenzerhöhung zu vermeiden – besonders wichtig bei mobilen Verbindungen, bei denen Fragmentierung zu spürbaren Verbindungsunterbrechungen führen kann.

Häufige Fragen

Ja, ProtonVPN läuft auf allen aktuellen Samsung-Galaxy-Geräten mit einer unterstützten Android-Version. Die Einrichtung ist identisch zu anderen Android-Handys.

Der zusätzliche Akkuverbrauch ist gering. Mit dem Smart-Protokoll und einem Server in deiner Nähe bleibt die Belastung minimal.

Mit Split-Tunneling bestimmst du, welche Apps über das VPN laufen. So kannst du z. B. Banking-Apps vom VPN ausnehmen, während der Rest geschützt bleibt.

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