Schritt 1: ProtonVPN aus dem Play Store installieren
Öffne den Google Play Store und suche nach „ProtonVPN“. Tippe auf „Installieren“. Auf Samsung-Geräten findest du die App ebenfalls im Play Store (alternativ im Galaxy Store). Achte auf den Anbieter „Proton AG“.
Schritt 2: Anmelden oder registrieren
Öffne die App und melde dich mit deinem Proton-Konto an. Noch kein Konto? Du kannst dich direkt in der App kostenlos registrieren und später jederzeit upgraden.
Noch kein ProtonVPN-Konto?
Erstelle in unter einer Minute dein Konto und folge dann dieser Anleitung.
ProtonVPN für Android holenSchritt 3: VPN-Verbindung erlauben
Beim ersten Verbinden zeigt Android den Hinweis „Verbindungsanforderung – ProtonVPN möchte eine VPN-Verbindung einrichten“. Tippe auf „OK“. Diese Bestätigung ist normal und nur einmal nötig. Danach erscheint das VPN-Schlüsselsymbol in der Statusleiste.
Schritt 4: Mit einem Server verbinden
Tippe auf „Quick Connect“ – ProtonVPN wählt den schnellsten Server automatisch. Für ein bestimmtes Land tippst du es einfach in der Länderliste an. Fertig: Dein Datenverkehr ist jetzt verschlüsselt.
Always-on VPN aktivieren (auch bei Samsung)
Mit „Always-on VPN“ ist dein Gerät immer geschützt – die Verbindung wird automatisch aufgebaut. So aktivierst du es in den Android-Systemeinstellungen:
Standard-Android (z. B. Pixel):
- Einstellungen öffnen
- „Netzwerk & Internet“ → „VPN“
- Bei ProtonVPN auf das Zahnrad tippen
- „Immer aktives VPN“ und optional „Verbindungen ohne VPN blockieren“ einschalten
Samsung Galaxy (One UI):
- Einstellungen öffnen
- „Verbindungen“ → „Weitere Verbindungseinstellungen“ → „VPN“
- Neben ProtonVPN auf das Zahnrad/die drei Punkte tippen
- „Immer aktives VPN“ aktivieren
Weitere nützliche Einstellungen
- Auto-Connect: ProtonVPN verbindet automatisch beim Start.
- Split-Tunneling: Lege fest, welche Apps das VPN nutzen sollen und welche nicht.
- NetShield: Blockiert Werbung, Tracker und Malware (Plus-Tarif).
- Protokoll „Smart”: Wählt automatisch die beste und stabilste Verbindung.
Netzwerktechnik: So funktioniert ProtonVPN auf Android im Detail
Android bietet VPN-Anwendungen eine eigene Systemschnittstelle – die VpnService-API. ProtonVPN nutzt diese API, um einen vollständigen VPN-Tunnel auf Betriebssystemebene zu errichten. Was dabei im Hintergrund passiert, lohnt sich zu verstehen.
Split Tunneling über die VpnService-API
Split Tunneling ist unter Android eine Routing-Entscheidung auf Betriebssystemebene. Statt einer globalen Default-Route durch den Tunnel werden nur ausgewählte Apps oder IP-Ranges über den VPN-Tunnel geleitet. ProtonVPN implementiert das auf Android über die VpnService-API mit gezielten addRoute()-Calls: Für jede App, die den Tunnel nutzen soll, wird eine entsprechende Route gesetzt; ausgeschlossene Apps bleiben auf der normalen Routing-Tabelle. Das ist besonders praktisch für Banking-Apps, die VPN-Traffic ablehnen, oder für lokale Streaming-Dienste, die eine inländische IP erwarten.
DNS-Leak-Schutz auf Android
Auch auf Android besteht die Gefahr von DNS-Leaks: Sendet dein Gerät DNS-Anfragen über den normalen Netzwerkpfad statt durch den Tunnel, kann dein Internetanbieter mitlesen, welche Domains du aufrufst. ProtonVPN verhindert das, indem es beim Verbindungsaufbau über die VpnService-API einen eigenen DNS-Server (10.2.0.1) setzt und alle DNS-Anfragen durch den Tunnel leitet. Du kannst das auf dnsleaktest.com überprüfen: Als DNS-Resolver sollte nur ein ProtonVPN-Server erscheinen.
IPv6-Absicherung auf Android
Android nutzt IPv6, wenn der Mobilfunkbetreiber oder das WLAN es bereitstellt. Viele ältere VPN-Lösungen tunneln jedoch nur IPv4 – deine globale IPv6-Adresse bleibt dabei sichtbar. ProtonVPN tunnelt oder deaktiviert IPv6 vollständig über die Network Extension API, sodass Websites und Dienste ausschließlich die VPN-IP sehen und nicht deine echte IPv6-Adresse des Mobilfunknetzes.
WireGuard und MTU auf Android
ProtonVPN verwendet auf Android standardmäßig WireGuard. Das Protokoll kapselt Datenrahmen in UDP-Pakete und erzeugt dabei einen Overhead von rund 80 Byte. Bei einer typischen MTU von 1500 Byte im Mobilfunknetz oder WLAN ergibt sich eine effektive Tunnel-MTU von etwa 1420 Byte. ProtonVPN setzt diesen Wert automatisch, um Paketfragmentierung und die damit verbundene Latenzerhöhung zu vermeiden – besonders wichtig bei mobilen Verbindungen, bei denen Fragmentierung zu spürbaren Verbindungsunterbrechungen führen kann.