Schritt 1: ProtonVPN-App installieren
Öffne den App Store auf deinem iPhone und suche nach „ProtonVPN“. Tippe auf „Laden“, um die offizielle App von Proton AG zu installieren. Achte darauf, wirklich die App des Anbieters „Proton AG“ zu wählen.
Schritt 2: Anmelden oder registrieren
Starte die App und melde dich mit deinem Proton-Konto an. Falls du noch kein Konto hast, kannst du dich direkt in der App kostenlos registrieren. Für Streaming und Secure Core empfehlen wir den Plus-Tarif.
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ProtonVPN für iPhone holenSchritt 3: VPN-Konfiguration erlauben
Beim ersten Verbinden fragt iOS, ob ProtonVPN eine VPN-Konfiguration hinzufügen darf. Tippe auf „Erlauben“ und bestätige anschließend mit Face ID, Touch ID oder deinem Code. Dieser Schritt ist normal und nur einmalig nötig.
Schritt 4: Mit einem Server verbinden
Tippe auf die Schaltfläche „Quick Connect“. ProtonVPN wählt automatisch den schnellsten Server. Möchtest du ein bestimmtes Land wählen – etwa für Streaming – tippe es einfach in der Länderliste an.
Empfohlene iOS-Einstellungen
- Kill Switch: Blockiert das Internet, falls die VPN-Verbindung abbricht – aktiviere ihn in den App-Einstellungen.
- Auto-Connect: Lass ProtonVPN beim Öffnen automatisch verbinden.
- WLAN-Schutz: Verbinde dich automatisch in unbekannten WLAN-Netzen.
- NetShield: Blockiert Werbung und Tracker (Plus-Tarif).
Netzwerktechnik: Was ProtonVPN auf dem iPhone im Hintergrund tut
iOS schränkt den direkten Netzwerkzugriff für Apps stark ein – VPN-Clients bilden eine Ausnahme. Sie arbeiten über die Network Extension API, die Apple speziell für VPN-Anwendungen bereitstellt. Dieser Mechanismus erklärt, warum iOS einmalig nach der Erlaubnis zum Hinzufügen einer VPN-Konfiguration fragt.
DNS-Leak-Schutz auf dem iPhone
Ein DNS-Leak tritt auf, wenn DNS-Anfragen trotz aktivem VPN-Tunnel über den DNS-Server des Internetanbieters oder des WLANs laufen – und so verraten, welche Domains du besuchst. ProtonVPN verhindert das auf iOS, indem es über die Network Extension API einen eigenen DNS-Resolver setzt und alle Namensauflösungen durch den verschlüsselten Tunnel leitet. Sichtbar wird das beim VPN-Profil in den iOS-Einstellungen unter Allgemein → VPN & Geräteverwaltung → ProtonVPN: Dort ist der ProtonVPN-DNS-Server eingetragen. Du kannst das Ergebnis auf dnsleaktest.com im Safari-Browser überprüfen.
IPv6-Absicherung unter iOS
Moderne Mobilfunknetze und viele WLAN-Router stellen IPv6 bereit, und iOS priorisiert IPv6, wenn es verfügbar ist. VPN-Lösungen, die nur IPv4 tunneln, hinterlassen eine Lücke: Die globale IPv6-Adresse des Geräts bleibt für Websites sichtbar. ProtonVPN schließt diese Lücke vollständig – IPv6 wird entweder mitgetunnelt oder auf iOS-Ebene über die Network Extension deaktiviert, sodass Dienste ausschließlich die VPN-IP sehen.
Kill Switch auf iOS: Wie er technisch funktioniert
iOS erlaubt seit Version 14 einen systemseitigen Kill Switch für VPN-Verbindungen. ProtonVPN nutzt dafür die NEVPNProtocol-Einstellung enforceRoutes in der Network Extension: Ist der Kill Switch aktiviert, blockiert iOS jeden Netzwerktraffic, sobald der VPN-Tunnel unterbrochen wird – auch dann, wenn die ProtonVPN-App im Hintergrund liegt oder kurzzeitig keine Serververbindung besteht. Das ist der technische Grund, warum du nach einem Kill-Switch-Abbruch manuell wieder verbinden musst.
MTU und WireGuard auf dem iPhone
WireGuard – das von ProtonVPN bevorzugte Protokoll – kapselt Datenrahmen in UDP-Pakete. Der entstehende Overhead von rund 80 Byte reduziert die effektive MTU von 1500 Byte auf etwa 1420 Byte. ProtonVPN setzt diesen Wert automatisch über die Network Extension, um Paketfragmentierung zu verhindern. Bei Mobilfunkverbindungen mit schwankendem Signal und variablen Pfad-MTUs sorgt Path-MTU-Discovery (PMTUD) dafür, dass die Verbindung stabil bleibt.