1. Warum Nutzer nach einer Surfshark-Alternative suchen
Surfshark hat sich seit seiner Gründung 2018 als einer der günstigsten und funktionsreichsten VPN-Dienste am Markt positioniert. Dennoch gibt es Aspekte, die für datenschutzbewusste Nutzer Fragen aufwerfen – und die dazu führen, dass ein wachsender Teil der Nutzerbasis nach Alternativen Ausschau hält.
Firmensitz: Niederlande / Europäische Union
Surfshark ist heute in den Niederlanden ansässig – einem EU-Mitgliedstaat. Das bedeutet, dass das Unternehmen EU-Recht unterliegt, einschließlich möglicher Behördenanfragen im Rahmen europäischer Rechtshilfeabkommen. Die Niederlande gehören außerdem zu den 9-Eyes-Ländern – einem Geheimdienstkooperationsrahmen, dem neben den USA auch Deutschland, Frankreich, die Niederlande und weitere Länder angehören. Im Klartext: Ein niederländisches Gericht könnte ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen zur Zusammenarbeit verpflichten – theoretisch auch beim Herausgeben von Nutzerdaten, sofern diese vorhanden sind.
Surfshark betont, keine Verbindungsprotokolle zu speichern, was durch ein Audit bestätigt wurde. Aber die strukturelle Anfälligkeit durch den EU-Standort bleibt – und ist ein legitimer Grund, nach einem Anbieter mit besserem rechtlichem Schutz zu suchen.
Übernahme durch Nord Security (2022)
Im Jahr 2022 wurde Surfshark von Nord Security übernommen – dem Mutterkonzern hinter NordVPN. Wer also Surfshark nutzt, unterstützt heute indirekt dasselbe Unternehmen wie mit NordVPN. Das ist nicht per se ein Problem, aber für Nutzer, die bewusst ein unabhängiges VPN wählen wollen – etwa weil sie keine Monopolbildung im VPN-Markt fördern möchten – ist es ein relevanter Aspekt. Beide Dienste operieren weiterhin unter eigenen Marken, aber die Kapitalverflechtung ist real.
Keine vollständige Open-Source-Transparenz
Surfshark hat seine Apps nicht vollständig als Open-Source-Software veröffentlicht. Nutzer müssen darauf vertrauen, dass die App das tut, was das Unternehmen behauptet – ohne den Code unabhängig prüfen zu können. Für viele Nutzer ist das kein Problem; für technisch versierte Nutzer und für alle, die maximale Überprüfbarkeit schätzen, ist es ein Minuspunkt.
Preiserhöhungen bei Verlängerung
Surfshark wirbt aggressiv mit sehr günstigen Einführungspreisen – oft unter 2 Euro pro Monat im 2-Jahres-Abo. Was viele Nutzer erst bei der Verlängerung bemerken: Nach dem ersten Aboablauf steigt der Preis teils erheblich an, da der Einführungsrabatt nur für neue Kunden gilt. Das führt zu Unmut und ist ein häufiger Grund, beim Ablauf des Abos zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
2. Was ProtonVPN als Alternative bietet
ProtonVPN adressiert die meisten der genannten Kritikpunkte direkt:
- Schweizer Firmensitz: Außerhalb der EU und aller Geheimdienstallianzen (5/9/14 Eyes). Das strengste Datenschutzrecht der Welt schützt Nutzerdaten strukturell.
- Vollständig Open Source: Alle Apps (Windows, macOS, Linux, Android, iOS) sind auf GitHub öffentlich einsehbar und wurden unabhängig auditiert.
- Unabhängiges Unternehmen: ProtonVPN gehört zur Proton AG – kein Konzern, keine Übernahme, klare Mission.
- Kostenloser Tarif ohne Limit: ProtonVPN Free bietet unbegrenztes Datenvolumen kostenlos – ohne Werbung, ohne Datenweitergabe.
- Faire Preisgestaltung: Keine extremen Einführungspreise, die später stark steigen. Der Preis ist transparent und stabil.
- Starke Features: NetShield (Werbeblocker), Secure Core (Multi-Hop), Stealth-Protokoll, Kill Switch auf allen Plattformen.
3. Direktvergleich der häufigsten Wechselgründe
| Wechselgrund | Surfshark | ProtonVPN |
|---|---|---|
| Firmensitz & Rechtssystem | Niederlande (EU, 9 Eyes) | Schweiz (neutral, außerhalb EU) |
| Open-Source-Apps | Nicht vollständig | Alle Apps öffentlich |
| Unternehmensunabhängigkeit | Nord Security-Konzern | Unabhängige Proton AG |
| Kostenloser Tarif | Nur 7-Tage-Test | Dauerhaft, kein Datenlimit |
| Preisstabilität bei Verlängerung | Einführungspreise steigen oft | Transparente Preise |
| Deutsche Mediatheken | Eingeschränkt | Optimierte Server |
| Geräte gleichzeitig | Unbegrenzt | 10 Geräte |
| WireGuard-Protokoll | ||
| No-Log-Audit | ||
| Streaming (international) |
4. Wechselanleitung: So gelingt der Umstieg
Der Wechsel von Surfshark zu ProtonVPN ist unkompliziert. Am besten gehst du dabei so vor, dass du keine doppelten Kosten hast und die Geld-zurück-Garantie optimal nutzt.
Schritt 1: Surfshark kündigen
Logge dich auf surfshark.com ein und rufe das Dashboard auf. Unter „Abonnement" findest du die Option zur Kündigung der automatischen Verlängerung. Wenn du noch innerhalb der ersten 30 Tage bist, kannst du die Geld-zurück-Garantie nutzen: Kontaktiere den Surfshark-Support per Live-Chat und beantrage eine Rückerstattung. Diese wird in der Regel ohne Diskussion gewährt.
Wichtig bei App-Store-Käufen: Wenn du Surfshark über den Apple App Store oder Google Play Store abonniert hast, musst du dort kündigen – nicht auf der Surfshark-Website. Für iOS: Einstellungen → Apple-ID → Abonnements. Für Android: Google Play → Abonnements.
Schritt 2: ProtonVPN einrichten
Besuche ProtonVPN und erstelle ein Konto. Du kannst zunächst den kostenlosen Tarif nutzen, um ProtonVPN ohne Risiko zu testen. Wähle dann deinen gewünschten Tarif (Plus oder Unlimited) und lade die App für dein Betriebssystem herunter:
- Windows und macOS: direkt von protonvpn.com/download
- Android: über Google Play oder direkt als APK
- iOS/iPhone: über den App Store
- Linux: als Paket oder über die offizielle CLI
Nach dem Login wählt die App automatisch den schnellsten Server. Du kannst auch manuell einen deutschen Server für Mediatheken oder einen Secure-Core-Server für maximalen Datenschutz wählen. Eine detaillierte Anleitung findest du in unserem ProtonVPN Windows-Einrichtungsratgeber.
Schritt 3: Einstellungen übertragen
Richte in der ProtonVPN-App deine gewünschten Einstellungen ein: Aktiviere den Kill Switch, wähle WireGuard als Protokoll und stelle bei Bedarf Split Tunneling ein. Falls du in einem restriktiven Netzwerk bist, aktiviere das Stealth-Protokoll. ProtonVPN speichert deine Serverauswahl und Einstellungen, sodass du beim nächsten Start direkt verbunden bist.
5. Andere Alternativen kurz vorgestellt
ProtonVPN ist nicht die einzige Alternative zu Surfshark. Je nach Anforderungen kommen auch andere Anbieter in Betracht:
- Mullvad – Für maximale Anonymität. Kein Konto, keine E-Mail, anonyme Zahlung möglich. Kein Streaming-Fokus, dafür unübertroffen beim Datenschutz. Fixer Preis von ca. 5 Euro/Monat, kein Jahresabo-Rabatt.
- NordVPN – Als Mittelweg zwischen Preis und Features beliebt. Sitzt in Panama (gut für Datenschutz), hat aber wie Surfshark keine vollständig Open-Source-Apps. Gehört zum gleichen Nord-Security-Konzern wie Surfshark – wer konsequent unabhängig bleiben will, sollte das bedenken.
Für einen ausführlichen Vergleich mit NordVPN lohnt sich ein Blick in unseren Artikel ProtonVPN vs. NordVPN 2026.
6. ProtonVPN Free: Der risikolose Einstieg
Einer der stärksten Gründe, ProtonVPN als Surfshark-Alternative zu wählen, ist der kostenlose Tarif. ProtonVPN Free ist kein eingeschränkter Testzugang, sondern ein dauerhaft nutzbares Angebot mit echten Stärken:
- Unbegrenztes Datenvolumen – kein monatliches Datenlimit
- Keine Werbung, kein Tracking, keine Datenweitergabe
- Server in drei Ländern (USA, Niederlande, Japan)
- Kein Kreditkarte oder Zahlungsmittel notwendig
- WireGuard-Protokoll auch im kostenlosen Tarif
- Nur ein Gerät gleichzeitig
- Kein Zugang zu Streaming-Servern und Secure Core
Der Free-Tarif eignet sich hervorragend, um ProtonVPN erst kennenzulernen, bevor man ein bezahltes Abo abschließt. Surfshark bietet nichts Vergleichbares: Der 7-Tage-Test erfordert eine Zahlungsmethode, und nach Ablauf wird automatisch abgerechnet, wenn nicht aktiv gekündigt wird.
Mehr zu den Unterschieden zwischen den ProtonVPN-Tarifen findest du in unserem Artikel ProtonVPN Kostenlos vs. Plus.
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