ProtonVPN herunterladen ist schnell erledigt – aber nur aus der richtigen Quelle. Diese Anleitung zeigt die offiziellen Download-Wege für jede Plattform und führt durch die ersten Schritte nach der Installation.
1. Nur offizielle Quellen – warum das wichtig ist
VPN-Apps haben tiefen Zugriff auf deinen Netzwerktraffic. Eine manipulierte ProtonVPN-Kopie von einer Drittanbieterseite könnte deinen Traffic umleiten oder ausspionieren – das Gegenteil von dem, was ein VPN leisten soll.
Wichtig: Lade ProtonVPN ausschließlich von protonvpn.com oder den offiziellen App-Stores herunter. Niemals von Downloadportalen wie Chip, Softonic oder ähnlichen.
2. Download für Windows
Systemanforderungen: Windows 10 oder 11 (64-Bit)
- Gehe auf protonvpn.com/download
- Wähle „Windows" und lade die
.exe-Installationsdatei herunter
- Führe die Installationsdatei aus – Administrator-Rechte werden automatisch angefragt (notwendig für den VPN-Treiber)
- Nach der Installation öffnet sich ProtonVPN automatisch
- Mit deinem ProtonVPN-Account einloggen und verbinden
Alternativ: ProtonVPN ist auch im Microsoft Store verfügbar.
3. Download für Mac
Systemanforderungen: macOS 12 Monterey oder neuer
- Gehe auf protonvpn.com/download → „macOS"
- Lade die
.dmg-Datei herunter
- Öffne die DMG-Datei und ziehe ProtonVPN in den Programme-Ordner
- Beim ersten Start: Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → ProtonVPN VPN-Konfiguration erlauben
- Einloggen und verbinden
Alternativ: ProtonVPN ist auch direkt im Mac App Store erhältlich.
4. Download für iPhone & iPad (iOS/iPadOS)
Systemanforderungen: iOS 16 oder neuer
- Öffne den Apple App Store auf deinem iPhone oder iPad
- Suche nach „ProtonVPN" oder direkt nach dem Entwickler „Proton AG"
- Tippe auf „Laden" – die App ist kostenlos
- Nach dem Download: App öffnen, Account eingeben, Verbinden
- Beim ersten VPN-Verbindungsaufbau: VPN-Konfiguration im iOS-System erlauben
5. Download für Android
Systemanforderungen: Android 8 oder neuer
- Öffne den Google Play Store
- Suche nach „ProtonVPN" von Proton AG
- Tippe auf „Installieren"
- App öffnen, einloggen, verbinden
ProtonVPN für Android ist als Open-Source-App auch auf F-Droid verfügbar – die datenschutzfreundlichste Option für Android-Nutzer ohne Google-Dienste.
6. Download für Linux
Unterstützte Distributionen: Ubuntu, Debian, Fedora, Arch Linux und weitere
- Gehe auf protonvpn.com/download/linux
- Wähle deine Distribution und folge der Installationsanleitung
- ProtonVPN für Linux bietet eine Desktop-App sowie eine Command-Line-Version
- Alternativ: Manuelle WireGuard- oder OpenVPN-Konfiguration möglich
Eine detaillierte Linux-Anleitung findest du in unserem Artikel ProtonVPN auf Linux einrichten.
7. Download für Fire TV, Apple TV & Smart TV
| Gerät | Download-Quelle | Besonderheit |
| Fire TV Stick | Amazon Appstore (suche „ProtonVPN") | Direkt installierbar, keine Sideload nötig |
| Apple TV (tvOS) | Apple App Store auf Apple TV | Aktivierung über protonvpn.com/tv |
| Android TV / Google TV | Google Play Store auf dem TV | Aktivierung über protonvpn.com/tv |
| Smart TV (andere) | Nicht direkt – VPN auf Router | Anleitung: Smart TV einrichten |
8. Browser-Erweiterung (Chrome/Firefox)
ProtonVPN bietet eine Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox an. Wichtig: Die Erweiterung schützt nur den Browser-Traffic, nicht andere Apps oder den System-Traffic. Für vollständigen Geräteschutz nutze die Desktop-App.
- Chrome: Im Chrome Web Store nach „ProtonVPN" suchen, Entwickler „Proton AG" prüfen
- Firefox: Bei Firefox Add-ons nach „ProtonVPN" suchen
Die Erweiterung ist kostenlos und funktioniert auch mit dem Free-Tarif.
9. Nach der Installation: erste Schritte
- Account erstellen oder einloggen – kostenloser Account reicht für den Start
- Quickconnect nutzen – verbindet automatisch mit dem besten verfügbaren Server
- Kill Switch aktivieren – schützt vor Traffic-Lecks bei VPN-Abbruch (empfohlen)
- Protokoll wählen – WireGuard (schnell) ist Standard; Stealth für China oder VPN-Blocking
- NetShield aktivieren – DNS-basierter Werbeblocker (nur Plus)
ProtonVPN herunterladen und loslegen
Kostenloser Account – kein Kreditkarte. Oder direkt Plus für alle Features starten.
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Was passiert nach dem Download? Netzwerktechnik im Überblick
Das Herunterladen der ProtonVPN-App ist der erste Schritt – aber was richtet die App nach der Installation auf deinem Gerät eigentlich ein? Ein Blick auf die Netzwerkebene zeigt, wie ProtonVPN auf verschiedenen Plattformen für lückenlosen Schutz sorgt.
VPN-Treiber und virtuelle Netzwerkinterfaces
Auf Windows installiert ProtonVPN beim ersten Start einen virtuellen Netzwerkadapter (TUN-Interface), der im Gerätemanager als „ProtonVPN" erscheint. Dieser Adapter ist die Grundlage für den VPN-Tunnel: Er nimmt den verschlüsselten Traffic entgegen und gibt entschlüsselten Traffic zurück. Deshalb werden beim Download unter Windows Administrator-Rechte angefordert – der Treiber muss auf Systemebene installiert werden.
Auf macOS läuft ProtonVPN über die Network Extension API des Betriebssystems, ohne einen separaten Kerneltreiber zu benötigen. Das erklärt den einmaligen Dialog „VPN-Konfiguration hinzufügen" bei der ersten Verbindung – macOS sichert damit den Zugang zur Netzwerkebene ab.
Auf Android und iOS nutzt ProtonVPN die jeweilige VPN-API des Betriebssystems (VpnService auf Android, Network Extension auf iOS). Beide APIs erlauben keinen direkten Kernelzugriff und fordern stattdessen eine explizite Nutzerbestätigung – der Hinweisdialog beim ersten Verbindungsaufbau ist also eine Sicherheitsfunktion des Betriebssystems, keine ProtonVPN-spezifische Besonderheit.
DNS-Leak-Schutz ab der ersten Verbindung
Direkt beim ersten Verbindungsaufbau stellt ProtonVPN den systemweiten DNS-Resolver auf den eigenen VPN-DNS-Server (10.2.0.1) um. Das verhindert DNS-Leaks: Ohne diesen Schritt würden DNS-Anfragen weiterhin über deinen Router oder den DNS deines Internetanbieters laufen und diesem verraten, welche Domains du besuchst – obwohl der eigentliche Traffic bereits verschlüsselt ist. Nach dem Trennen der Verbindung stellt ProtonVPN den ursprünglichen DNS-Resolver automatisch wieder her.
IPv6-Absicherung auf allen Plattformen
Moderne Betriebssysteme bevorzugen IPv6, wenn es verfügbar ist. ProtonVPN tunnelt oder deaktiviert IPv6 auf allen Plattformen beim Verbindungsaufbau vollständig. Das ist wichtig: Eine VPN-App, die nur IPv4 tunnelt, lässt deine globale IPv6-Adresse ungeschützt sichtbar – ein typisches Datenschutzproblem älterer oder billiger VPN-Anbieter. ProtonVPN schließt diese Lücke auf Windows, macOS, Android und iOS gleichermaßen.
WireGuard: Warum das Protokoll so effizient ist
ProtonVPN verwendet auf allen Plattformen standardmäßig WireGuard als VPN-Protokoll. WireGuard ist im Linux-Kernel integriert (seit Kernel 5.6) und auf anderen Plattformen als hochoptimierter Userspace-Prozess implementiert. Der Protokoll-Overhead beträgt rund 80 Byte pro Paket, was bei einer Standard-MTU von 1500 Byte eine effektive Tunnel-MTU von etwa 1420 Byte ergibt. ProtonVPN setzt diesen Wert automatisch – auf allen Plattformen, ohne manuelle Konfiguration. Das Ergebnis ist eine schnelle, stabile Verbindung mit minimaler Latenz, die sich besonders bei mobilen Verbindungen mit wechselnden Netzwerkbedingungen bewährt.